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Paradieskörner erfreuen sich großer Beliebtheit und findet vor allem bei der Zubereitung traditioneller nordafrikanischer Gerichte Verwendung. Aber auch Bierbrauer und Schnapsbrenner haben die pyramidenförmigen und leicht scharfen Samen für sich entdeckt. Was es mit den pfeffrigen Paradieskörnern auf sich hat, woher sie stammen und wie sie in der Küche besonders gut zur Geltung kommen, das erfahren Sie in unserem nachfolgenden Gewürzratgeber.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Paradieskörner sollten immer frisch gemahlen und erst kurz vor Ende der Garzeit zu den jeweiligen Speisen hinzugegeben werden.
  • Werden die ganzen Samen vor dem Zermahlen mit Hilfe eines Mörsers kurz in einer Pfanne geröstet, sorgt dies für ein intensiveres Aroma.
  • Paradieskörner sind in vielen bekannten Gewürzmischungen enthalten. Hierzu zählt zum Beispiel „Ras el Hanout“.

Die Herkunft

Die perennierende Pflanze gehört zur Gattung der Ingwergewächse und gedeiht in Westafrika. Genauer gesagt an den sumpfigen Pfefferküsten in Ghana und Nigeria. Die fein würzigen und leicht scharfen Samen werden auch als Melegueta- oder Guinea-Pfeffer bezeichnet. Einst kamen die Paradieskörner mit den Karawanen der arabischen Gewürzhändler nach Nordafrika. Von dort aus gelangten sie dann im 13. Jahrhundert auch zu uns nach Europa. Dort waren sie dann lange Zeit ein hervorragender Ersatz für echten Pfeffer, bis sie letztendlich den Weg nach Indien fanden. In den Küchen des Mittleren und Nahen Ostens, aber auch Nord- und Westafrikas finden die Paradieskörner besonders rege Verwendung. Im Norden Afrikas aromatisieren die Menschen zum Beispiel Spirituosen, Eintöpfe, Gewürzmischungen, Soßen, Suppen und Fleischgerichte mit den Samen.

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So schmecken Paradieskörner

Vielleicht fragen Sie sich, wie Paradieskörner schmecken? Unserer Meinung nach kann man den Geschmack am ehesten mit dem Aroma von Ingwer vergleichen. Paradieskörner sind leicht scharf, verursachen aber noch kein Brennen am Gaumen.

Die Verwendung von Paradieskörnern in der Küche

Paradieskörner finden überall dort Verwendung, wo eine raffinierte Würze in Kombination mit einer leicht pfeffrigen Schärfe gewünscht ist. So werden mit den Samen zum Beispiel einige Wurstsorten, Lammgerichte, Kartoffeln, Kürbisgerichte und Geflügel gewürzt. Aber auch in Süßspeisen wie Lebkuchen und Co. werden die pfeffrigen Körner gerne verwendet. Doch nicht nur in Speisen entfalten die Samen ein köstliches Aroma, sondern auch in Getränken wie Alkohol. Eine besonders gelungene Kombination ist zum Beispiel Gin angereichert mit Paradieskörnern.

Mit diesen Gewürzen harmonieren Paradieskörner besonders gut:

Die fein würzigen und leicht scharfen Samen passen hervorragend zu Muskatnuss, Kreuzkümmel, Zimt, Nelke, Bockshornklee, Kubebenpfeffer und schwarzem Pfeffer.

Bringen Paradieskörner auch gesundheitliche Vorteile mit sich?

Paradieskörner sind in Afrika schon seit Ewigkeiten als eine Art natürliches Heilmittel bekannt. Aber auch heute sind zahlreiche Menschen von der positiven gesundheitlichen Wirkung der Samen überzeugt. So sollen die kleinen Körner zum Beispiel bei Zahnschmerzen, Durchfall oder Entzündungen für Linderung sorgen. Hierfür verantwortlich sind in erster Linie die in den Paradieskörnern enthaltenen ätherischen Öle, die unglaublich gesund für unseren Körper sein sollen.

Die richtige Lagerung von Paradieskörnern

Wie bei allen anderen Gewürzen, spielt auch hier die korrekte Lagerung eine wichtige Rolle, um das schmackhafte Aroma möglichst lange Zeit beizubehalten. Achten Sie daher darauf, Ihre Paradieskörner kühl, trocken und lichtgeschützt in geeigneten Gewürzdosen zu lagern.
Unser Tipp: Lagern Sie Ihre Paradieskörner am besten als ganze Körner und mahlen Sie diese erst bei Bedarf, denn dadurch hält sich das Aroma besonders lange.

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Gibt es eine Alternative zu Paradieskörnern?

Da die Körner damals vor allem als günstiger Pfeffer-Ersatz zum Einsatz kamen, könnte eine Mischung aus Pfeffer, Ingwer und Kardamom womöglich eine Alternative sein. In welchen Verhältnissen die einzelnen Gewürze verwendet werden, ist dabei reine Geschmackssache.

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Originally posted 2023-05-15 12:34:27.

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