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Recht unscheinbar und knubbelig kommt er daher, der Ingwerwurzelstock. Doch unter seiner bräunlichen Schale steckt ein wahres Aroma-Wunder – nicht nur in Asien hat der Ingwer seit jeher zahlreiche Liebhaber, sondern auch bei uns erfreut sich der Wurzelstock immer größerer Beliebtheit. Nicht verwunderlich, denn schließlich verfeinert seine aromatische Schärfe sowohl herzhafte als auch süße Speisen gleichermaßen gut.

Was ist Ingwer überhaupt?

Ist von Ingwer die Rede, meint man hiermit die knorrige Wurzel der Ingwerpflanze. Sie gehört derselben Pflanzenfamilie an wie Kurkuma und Kardamom. Häufig findet die Ingwerpflanze auch als Zierpflanze Verwendung, denn ihre wunderschönen und wohlduftenden Blüten sowie ihre großen Blätter können sich durchaus sehen lassen.

Wie schmeckt Ingwer?

Der Geschmack des Ingwers ist fruchtig scharf bis leicht süßlich. Frischer Ingwer erinnert zudem ein wenig an den Geschmack einer Zitrone. Das enthaltene ätherische Öl sowie die scharfen Harze machen das Aroma des Ingwers besonders intensiv.

Ursprung: Wo kommt Ingwer her?

Seinen Ursprung hat der Ingwerwurzelstock in China und Indien. Aber auch Länder wie Japan, Brasilien, Jamaika und Nigeria bauen die geschichtsträchtige Wurzel an. Erstaunlich ist, dass Ingwer als Gewürz und Heilmittel bereits vor über 5.000 Jahren sowohl in China als auch in Indien Verwendung fand. Sogar der bekannte Philosoph Konfuzius lobte die heilende Wirkung des Ingwers wahrlich bis in den Himmel.

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Die Verwendung von Ingwer in der Küche

Völlig gleich, ob als wärmender Ingwertee, kandierter Ingwer als Snack für zwischendurch, Ingwerreis oder Ginger-Ale – eines ist sicher: Der Ingwerwurzelstock hat längst in unseren heimischen Küchen Einklang gefunden.
Vor allem aber Gerichte mit Lamm, Geflügel und Reis erlangen durch die aromatische Schärfe des Ingwers einen besonders köstlichen Geschmack. Ebenso veredelt eine Prise Ingwerpulver neben selbstgemachten Brötchen, Lebkuchen und Keksen auch Pralinen, Pudding, Konfekt und Marmelade. Selbst Pancakes und Kompott verleiht Ingwer das gewisse Etwas.
Auch zu Sushi ist der Ingwerwurzelstock unverzichtbar. Hier reicht man allerdings süßsauer eingelegte und dünne Gari Scheiben. Diese sollen den Geschmack zwischen den unterschiedlichen Sushi-Arten wie Maki, Sashimi und Co. neutralisieren. Überhaupt kommt Ingwer immer wieder als Einlegezutat zum Einsatz, denn seine aromatische Schärfe würzt nicht nur eingelegte Gurken und Mixed Pickles, sondern auch kleine Perlzwiebeln und vieles mehr.
Unser Tipp: Möchten Sie Ihr Tafelwasser schnell und raffiniert veredeln? Dann versuchen Sie es doch mal mit Ingwerwasser. Hierfür schälen Sie zuerst die Ingwerwurzel und schneiden sie anschließend in dünne Scheiben. Danach geben Sie die Scheibchen mit ein wenig Minze und einem Spritzer Zitrone in eine Flasche. Zu guter Letzt füllen Sie die Flasche mit Tafelwasser und lassen das Gemisch ein wenig ziehen. Gekühlt schmeckt Ingwerwasser besonders gut.

So kommt das Aroma von Ingwer am besten zur Geltung

Damit der Ingwerwurzelstock sein Aroma erst so richtig entfalten kann, sollten Sie bei der Zubereitung auf einige wichtige Punkte achten:

  • Die Schale lässt sich auf drei Arten entfernen. Man kann den Ingwer zum Beispiel klassisch mit einem Messer oder mit einem Sparschäler schälen. Alternativ dazu kann man die Schale aber auch mit einem Teelöffel entfernen.
  • Je feiner Sie den Ingwer reiben oder hacken, desto ein intensiveres Aroma entfaltet er. Wünschen Sie nur eine dezente Ingwernote, dann sollten Sie sich nach einem Ingwerpulver umsehen, denn dieses kann besonders sparsam dosiert werden.
  • Qualitativ hochwertigen, frischen Ingwer erkennen Sie an seinem feinen, hellgelben und saftigen Fruchtfleisch. Je schrumpeliger die Schale und je faseriger das Fruchtfleisch, desto älter ist die Ingwerwurzel.
  • Geben Sie den Ingwer möglichst früh zu Ihrem Gericht hinzu, um ein besonders scharfes und würziges Aroma zu erzielen. Möchten Sie jedoch, dass die zitronige Note möglichst erhalten bleibt, dann empfehlen wir Ihnen frischen Ingwer erst kurz vor Ende des Zubereitens unterzumengen.
  • Marinieren Sie Ihr Fleisch vor dem Grillen oder Braten mit Ingwer, denn dadurch wird es besonders zart und geschmackvoll.
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Ingwer richtig lagern: So geht’s!

Einen frischen Ingwerwurzelstock können Sie bis zu 14 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Wickeln Sie ihn hierfür aber in feuchte Papiertücher. Wer länger etwas von seinem Ingwer haben möchte, kann ihn auch problemlos einfrieren. Ingwerpulver kann wie alle anderen Gewürze im Gewürzregal oder Küchenschrank aufbewahrt werden. Wichtig ist lediglich eine kühle, luftdichte und möglichst dunkle Lagerung, denn so hält sich Ingwerpulver bis zu einem Jahr.

Ingwer in der Medizin

In Ländern wie Asien, China und Indien ist die Ingwerwurzel schon seit Jahrhunderten für ihre heilenden Kräfte bekannt. Demnach findet sie sowohl in der chinesischen Medizin als auch in der Ayurveda eilkunde Verwendung. Nicht verwunderlich, denn schließlich enthält Ingwer Unmengen an Vitamin C, Kalzium, Natrium, Eisen und Phosphor. Die Ingwerwurzel soll nicht nur dabei helfen Erkrankungen zu lindern, sondern diesen auch vorzubeugen.
Untergemischt im Essen und in Getränken soll die heilende Wirkung der Knolle dabei helfen unser Immunsystem zu stärken. Zudem sorgt sie gerade an kalten Tagen für eine wohlige Wärme von innen heraus. Auch bei Gelenkbeschwerden setzen viele auf die Ingwerwurzel, denn sie soll aufgrund ihrer Inhaltsstoffe entzündungshemmend wirken. Daher kommt sie auch häufig bei Rheuma und Arthrose zum Einsatz.

Wissenswert: Laut asiatischen Ärzten soll nicht nur der Verzehr von Ingwer die heilende Wirkung entfalten, sondern auch das Inhalieren bei Atemwegserkrankungen.

Weitere mögliche Wirkungen des Ingwers:

  • kreislaufanregend
  • verdauungsfördernd
  • gegen Übelkeit
  • Linderung bei Husten
  • gegen morgendliche Schwangerschaftsübelkeit
  • hilft bei Blähungen
  • lindert Verstimmungen des Magens

Originally posted 2023-05-15 12:54:06.

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