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Christoph Kolumbus und Konsorten entdeckten bei ihrer Schiffsreise um die Welt erstmals die kleinen rotbraunen Beeren. Damals wussten sie nicht, worum es sich hierbei handelte und hielten die Beeren fälschlicherweise für Pfeffer. Die Freude war also riesig, denn schließlich war Pfeffer zu damaligen Zeiten unglaublich rar und deshalb beinahe so wertvoll wie Gold. So bekam das heute nicht mehr wegzudenkende Gewürz Piment auch seinen recht irreführenden Namen. Piment stammt nämlich aus dem Spanischen und bedeutet so viel wie Pfeffer. Für welche Zwecke Piment zum Einsatz kommt und wie es schmeckt, dass erfahren Sie in unserem nachfolgenden Ratgeber.

Die Herkunft von Piment

Bereits die Azteken schätzten Piment als Gewürz zur Veredelung ihres Lieblingsgetränkes Xocolatl. Die rotbraunen Pimentbeeren wachsen auf den Antillen an den immergrünen Pfeffermyrten. Dort werden sie kurz vor der eigentlichen Reife geerntet und getrocknet. Jede Beere verfügt über zwei Fächer, in denen sich jeweils ein rotbraunes Samenkörnchen befindet. Auch heute noch stammt der Großteil der Ernte direkt aus Jamaika.
Wissenswert: Da das Hauptanbaugebiet von Piment in Jamaika liegt, wird das Gewürz auch gerne als „Jamaikapfeffer“ bezeichnet. Ebenso trägt Piment auch den Name „Neugewürz“ – Warum? Diese Bezeichnung kommt daher, dass der amerikanische Kontinent auch als Neue Welt betitelt wird.

Wie schmeckt Piment überhaupt?

Im Gegensatz zu Pfeffer besitzt Piment nur eine dezente Schärfe. Zudem verbindet Piment die süß-herben Aromen der unterschiedlichsten Gewürze wie Pfeffer, Zimt, Muskat und Gewürznelken miteinander. Aus diesem Grund spricht man bei Piment auch häufig vom sogenannten Allgewürz. Meist genügt bereits ein minimaler Hauch an Piment, um eine intensive Geschmacksexplosion zu erleben. Beim Würzen mit Piment gilt daher ganz klar: weniger ist mehr.

Informativ: Wussten Sie, dass Piment ähnlich wie Gewürznelken für ein leichtes Taubheitsgefühl auf der Zunge sorgen?

Piment in der Küche: So macht sich das Gewürz besonders gut!

Piment gibt es sowohl in ganzen Körnern als auch gemahlen zu erwerben. Wofür Sie sich letztendlich entscheiden, ist reine Geschmackssache. Ganze Pimentkörner können Sie problemlos mitkochen, denn sie eignen sich auch hervorragend für längere Kochzeiten. Ein deutlich intensiveres Aroma erlangt das Gewürz, wenn die Körner vor dem Würzen frisch in einer Mühle gemahlen werden. In diesem Fall sollten Sie den Piment allerdings erst am Ende der Garzeit hinzufügen.

Zu diesen Speisen passt Piment besonders gut

Im Grunde genommen passt der typische Geschmack von Piment zu einer Vielzahl von Gerichten und verleiht ihnen ein ganz besonderes Aroma. Nicht wegzudenken ist das Gewürz auch in der Weihnachtsbäckerei. Gerade bei Lebkuchen und anderen köstlichen weihnachtlichen Delikatessen ist Piment unverzichtbar. In Kombination mit Wacholder und Lorbeer verleiht er aber auch marinierten Speisen wie zum Beispiel Sauerbraten ein herausragendes Aroma. Aber auch mit Gulasch, Kalbsbraten, Wild und Schmorgerichten harmoniert das Gewürz bestens. Natürlich können Sie mit Piment auch viele weitere Speisen wie Soßen, Suppen, Marinaden und Co. verfeinern. Selbst süße Nachspeisen und Kompott rundet das Gewürz optimal ab.

Piment und seine Wirkung auf unsere Gesundheit

Piment soll sich aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Vor allem das enthaltene Öl, auch Eugenol genannt, wirkt stark antibakteriell. Es soll sogar gegen hartnäckige Erreger wie Staphylokokken und Salmonellen wirken. Da Eugenol auch eine betäubende Wirkung aufweist, kommt Piment auch oft bei Zahnschmerzen zum Einsatz. Zudem soll Piment auch bei den nachfolgenden Beschwerden und Erkrankungen positive Wirkungen erzielen:

  • Verdauungsstörungen in Verbindung mit Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen
  • Fieber
  • Erkältungen
  • Menstruationsbedingte Beschwerden
  • Übergewicht und Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Muskelschmerzen

Die richtige Lagerung: So haben Sie lange Zeit etwas von Ihrem Piment

Wie nahezu alle geschmacksintensiven Gewürze liebt es auch der Piment möglichst dunkel, trocken und luftdicht gelagert. So behält Piment bis zu drei Jahre sein volles Aroma. Allerdings gilt zu bedenken, dass das Aroma bei gemahlenem Piment deutlich schneller verfliegt als es bei ganzen Pimentkörnern der Fall ist.

Fazit

Piment zählt zu den vielseitigsten Gewürzen weltweit und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Kochen Sie gerne abwechslungsreich und probieren des Öfteren etwas Neues aus, dann werden Sie Piment binnen kürzester Zeit nicht mehr missen wollen. Im Internet finden Sie eine Vielzahl von Rezepten und Ideen für die Verwendung von Piment. Eines ist sicher: Mit Piment sorgen Sie für eine wahre Geschmacksexplosion.

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Originally posted 2023-05-15 12:52:20.

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