Paprika rosenscharf

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Botaniker und Gourmetsterne sind sich bei einem bestimmten Thema gleichermaßen einig: Paprika ist nicht gleich Paprika. Exakt aus diesem Grund gibt es das beliebte Nationalgewürz aus Ungarn auch gleich in mehreren Varianten – von edelsüß bis rosenscharf ist wirklich für jeden Hobby- und Sternekoch das richtige Aroma dabei. In unserem nachfolgenden Ratgeber möchten wir uns jedoch etwas intensiver mit der Ausführung „Paprika rosenscharf“ beschäftigen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • In der Volksmedizin empfahl man Paprikapulver als Alternative zu Alkohol, denn durch die Schärfe des Capsaicin werden sogenannte Endorphine, also Glückshormone vom Körper ausgeschüttet.
  • Wer fetthaltige Speisen weniger gut verträgt, sollte sie mit dem Gewürzpulver Paprika rosenscharf würzen. Dieses wirkt nämlich nicht nur appetitanregend, sondern auch verdauungsfördernd.
  • Achtung: Beim Anbraten von Paprikapulver in der Pfanne, gilt es darauf zu achten, dass das Fett nicht zu heißt ist. Anderenfalls verbrennt das Gewürzpulver und schmeckt bitter. Am besten gibt man das Gewürz Paprika rosenscharf erst in den letzten Minuten der Garzeit hinzu.

Was ist Paprika rosenscharf überhaupt?

Paprika rosenscharf wird gerne auch als Rosenpaprika bezeichnet und ist ein mittelscharfes Paprikapulver, welches garantiert zu den Standardgewürzen in den meisten Küchen zählt. Das fruchtig scharfe Aroma findet vor allem in der ungarischen und südamerikanischen Küche Verwendung. Wir haben es hier mit einem echten Tausendsassa zu tun, denn Paprika rosenscharf passt sowohl zu warmen als auch zu kalten Speisen hervorragend gut. Es ist im Grunde genommen für all diejenigen geeignet, die es etwas würziger und pikanter mögen.

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Die Herkunft von Rosenpaprika

Die Paprika stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Christoph Kolumbus haben wir es zu verdanken, dass die Pflanze auch zu uns nach Europa fand, denn er brachte sie nach seiner zweiten Entdeckungsreise mit nach Europa. Dort gingen die Spanier anfangs von einer Pfefferpflanze aus. Kurze Zeit später verbreitete sich das Gewürzpulver Paprika rosenscharf in ganz Europa. Doch vor allem in Ungarn erfreute sich die Gewürzpaprika großer Beliebtheit, sodass sie dort schon als unverzichtbares Nationalgewürz gilt. Kein Wunder also, dass Ungarn heute zu den größten Herstellern von Paprika rosenscharf gilt. Daneben wird die Gewürzpaprika aber auch in Bulgarien, Rumänien, in der Türkei, Tschechien, Griechenland, Spanien, Italien, Indien, Südfrankreich, Ostafrika und Mittel- sowie Südamerika angebaut.

Die Farbe und der Geschmack

Paprika rosenscharf kommt nicht nur zum Würzen zum Einsatz, sondern findet auch aufgrund seines farbgebenden Stoffes rege Verwendung. Vor allem in der Herstellung von Käse wie beispielsweise Frischkäse, Quark und Co. wird Rosenpaprika nicht nur als Geschmacksgeber, sondern auch zum Färben eingesetzt.
Geschmacklich ist das Gewürzpulver Paprika rosenscharf süßlich, fruchtig und aromatisch scharf. Die Schärfe von Paprika rosenscharf liegt zwischen 100 und 500 Scoville. Gegenüber Cayennepfeffer mit bis zu 25.000 Scoville ist das noch angenehm mild. Das süßliche Aroma wird durch den hohen Zuckeranteil erreicht, denn je nach Produkt enthält Paprika rosenscharf zwischen 3 und 6 Prozent Zucker.

Die Herstellung von Paprika rosenscharf

Wichtig zu wissen ist, dass Paprika rosenscharf nicht aus der klassischen Gemüsepaprika, sondern aus der sogenannten Gewürzpaprika gewonnen wird. Die reifen Gewürzpaprikas erstrahlen in einem tiefen Rotton und werden für die Herstellung von Rosenpaprika direkt von Hand geerntet und zum Trocknen auf Schnüre aufgefädelt bzw. auf Trockenböden ausgelegt. Dabei müssen die Früchte regelmäßig gewendet werden, denn nur so ist sichergestellt, dass diese nicht anfangen zu faulen. Nacht rund 10 bis 15 Tagen sind die Paprikaschoten vollständig getrocknet und können gemahlen werden. Der Vorgang des Mahlens wird so oft wiederholt, bis das rosenscharfe Paprikapulver den gewünschten Feinheitsgrad des Pulvers erreicht hat.

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Wissenswert: Generell gilt bei Paprikapulver folgendes: Je heller das Pulver, desto intensiver der Schärfegrad und das Aroma. Bei vielen Rosenpaprika werden die kompletten, getrockneten Früchte samt Samen sowie Trennwände vollständig verarbeitet. Dadurch fällt die Konzentration des Scharfstoffes Capsaicin deutlich höher aus als es beispielsweise beim Gewürzpulver Paprika edelsüß der Fall ist.

Die Verwendung von Rosenpaprika in der Küche

Damit sich das Aroma des rosenscharfen Paprikapulvers optimal entfalten kann, ist es wichtig, dass Sie das Gewürzpulver leicht in etwas Fett anschwitzen. Rosenpaprika kann überall dort verwendet werden, wo eine fruchtig, süßlich aber dennoch pikante Note gewünscht ist. Besonders gut macht sich Paprika rosenscharf in folgenden Gerichten:

  • Fleisch (Geflügel, Ente, Lamm, Rind, Schwein, Kalb)
  • Fisch
  • Gulasch, Eintopf, Schaschlik, Chili con Carne, Ratatouille
  • Suppen
  • Pikante Soßen und Sahnesoßen
  • Marinaden
  • Gemüse, Wedges, Brat- und Ofenkartoffeln, Rohkost, Tomaten
  • Nudeln und Reis
  • Hülsenfrüchte
  • Salatsoßen
  • Dips, Aufstriche, Würzpasten
  • Käse, Quark
  • Tofu
  • Eierspeisen
  • Brot

Unser Tipp: Da das Gewürzpulver Paprika rosenscharf sehr fein gemahlen ist, kann es beim Kochen sehr schnell unschön verklumpen. Wir empfehlen, das Pulver mit etwas warmen Wasser, Brühe oder ein wenig Soße anzurühren und anschließend zum Gericht zu geben.

Die richtige Lagerung von Paprika rosenscharf

Am besten lagern Sie das Gewürzpulver in einem fest verschlossenem Gefäß, trocken und bei normalen Raumtemperaturen. So hält das gemahlene Paprika-Gewürz bis zu sechs Monate. Da auch Paprika rosenscharf genauso wie die meisten anderen Gewürze im Laufe der Zeit an Aroma verliert, sollten Sie das Gewürzpulver nach dem Öffnen zügig aufbrauchen.

Gibt es eine Alternative zu Rosenpaprika?

Sollten Sie gerade kein rosenscharfes Paprikapulver zur Hand haben, können Sie dieses auch durch Paprika scharf oder Paprika edelsüß ersetzen. Jedoch sollten Sie hier auf die Schärfe achten, denn Paprika edelsüß ist zum Beispiel weitaus milder als rosenscharfes Paprikapulver. Für die nötige Schärfe können Sie noch eine zusätzliche Messerspitze Cayennepfeffer Ihrem Gericht zugeben. Bei Paprika scharf sollten Sie hingegen etwas sparsamer würzen, da dieses Gewürzpulver von Haus aus recht scharf ist.

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So wirkt sich Paprika rosenscharf auf unsere Gesundheit aus

Wie bereits erwähnt, ist Rosenpaprika sehr gesund, denn es wirkt nicht nur appetitanregend, sondern auch verdauungsfördernd. Daneben beinhaltet das Gewürzpulver aber auch eine Menge Vitamin C, sodass es sogar zu den Gewürzen mit dem höchsten Vitamin C Gehalt zählt.

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Originally posted 2023-05-15 12:31:00.

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